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Dossier · Meier

Eduard Albert Meier — Schweizer Dossier

Eduard Albert Meier, FIGU, Hinterschmidrüti — was öffentlich dokumentiert ist und was umstritten bleibt.

Vorbemerkung

Eduard Albert Meier, gerufen BEAM, ist eine lebende Person. Was über ihn geschrieben wird, ist mit Sorgfalt zu schreiben. Dieser Abschnitt referiert öffentlich dokumentierte Fakten und benennt die Streitpunkte, ohne sie aufzulösen. Eine eigene Bewertung der „Echtheit” seiner Berichte unternehme ich nicht.

Biografische Fakten

Eduard Meier wurde 1937 in Bülach, Kanton Zürich, geboren. Seit den frühen 1970er-Jahren publiziert er Berichte, in denen er Kontakte mit nichtmenschlichen Wesen schildert, die er zunächst den Plejaden zuordnet, später korrigiert auf „Plejaren”. Diese Kontakte sollen nach seiner Schilderung seit seiner Kindheit bestehen.

1975 gründete er die FIGU, Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien, mit Sitz auf dem Hof Hinterschmidrüti in der Gemeinde Schmidrüti, Kanton Zürich. Die FIGU besteht bis heute, hat Mitgliederzahlen im niedrigen vierstelligen Bereich weltweit, ein eigenes Verlagswesen und ein umfangreiches Schriftencorpus.

Was Meier vorgelegt hat

Über vier Jahrzehnte hat Meier eine Sammlung an Fotografien, Filmaufnahmen, akustischen Aufzeichnungen und Materialproben vorgelegt, die er als Belege seiner Kontakte versteht. Die Sammlung ist umfangreich und über die FIGU dokumentiert.

Die Streitpunkte

Die Echtheit der vorgelegten Materialien ist über die Jahrzehnte hinweg umstritten. Kritiker — am prominentesten Kal Korff in mehreren publizierten Untersuchungen aus den 1990er-Jahren — haben einzelne Aufnahmen als manipuliert eingeordnet und Meiers Schilderungen als nicht überprüfbar. Andere Forscher, darunter Wendelle Stevens und Jim Dilettoso, haben in den 1980er-Jahren Echtheitsgutachten zu einzelnen Aufnahmen vorgelegt, die in Fachkreisen wiederum kontrovers diskutiert werden.

Die akademische Forschung hat sich mit Meier in der Regel nicht beschäftigt; der Fall wird innerhalb der UFO-Forschungsgemeinschaft selbst kontrovers verhandelt. Eine abschliessende technische Klärung steht aus.

Was breit dokumentiert ist

Unstrittig ist, dass Meier in den 1970er-Jahren eine erhebliche mediale Wirkung in der Schweiz und international hatte; dass seine Bewegung organisatorisch stabil ist; dass Hinterschmidrüti existiert und das dokumentierte Zentrum der FIGU darstellt; und dass Meier den überwiegenden Teil seines Werks in deutscher Sprache veröffentlicht hat, was die internationale Rezeption beeinflusst hat.

Warum dieser Abschnitt im Dossier steht

Meier ist der bekannteste Schweizer Bezug zum Thema. Wer sich in der Schweiz mit UAP, Kontaktberichten oder verwandten Phänomenen beschäftigt, kommt an Meier nicht vorbei. Das gilt unabhängig davon, wie man die vorgelegten Materialien bewertet.

Mein Anliegen ist nicht, Meier zu bestätigen oder zu widerlegen. Mein Anliegen ist, die in der Schweiz vorhandene Quellenlage redlich darzustellen und die Streitpunkte zu benennen.

Was Sie hier nicht finden

Keine Bewertung der „Plejaren” als Realität oder Konstrukt. Keine Spekulation über Motive. Keine Aussagen zu Meiers Privatleben, seiner Gesundheit oder seinen Angehörigen. Keine Wiedergabe der FIGU-Lehrtexte als Wahrheit oder Unwahrheit.

Verweise

Korff, Kal: „Spaceships of the Pleiades — The Billy Meier Story”, 1995, kritisch. Stevens, Wendelle: „UFO Contact from the Pleiades”, 1982, sympathisierend. FIGU: figu.org, Selbstdarstellung. Vallée, Jacques: Beiträge zum Fall in „Messengers of Deception”, 1979, skeptisch-analytisch.